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Ölpreise fallen: Vance-Signale nähren Hoffnung auf Iran-Einigung

Händler wägen US-Blockade iranischer Häfen gegen diplomatische Signale ab – Brent und WTI geben deutlich nach.

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Ölpreise fallen: Vance-Signale nähren Hoffnung auf Iran-Einigung

Die Ölpreise sind am Dienstag spürbar unter Druck geraten. Händler reagierten auf ein widersprüchliches Bild aus dem Nahen Osten: Einerseits blockieren die USA iranische Häfen im Persischen Golf, andererseits sendet Washington diplomatische Signale, die auf eine Fortsetzung der Friedensgespräche mit Teheran hindeuten.

US-Rohöl-Futures für die Lieferung im Mai verloren 1,73 Prozent und notierten bei 97,34 US-Dollar pro Barrel. Die internationale Referenzsorte Brent zur Lieferung im Juni gab 0,89 Prozent nach und stand bei 98,46 US-Dollar pro Barrel. Beide Preise spiegeln die Unsicherheit der Märkte über den weiteren Verlauf des Konflikts wider.

Vance: Ball liegt bei Teheran

US-Vizepräsident JD Vance kehrte am Montag von Wochenendgesprächen zurück, die keinen Durchbruch gebracht hatten. Er erklärte, dass die nächsten Schritte in den Friedensbemühungen zwischen den USA und dem Iran nun von Teheran abhingen. Zugleich betonte er, dass ein Abkommen beiden Seiten zugutekommen könnte – sofern die US-Bedingungen, insbesondere in Bezug auf das iranische Atomprogramm, erfüllt würden.

Diese Aussagen weckten bei Marktteilnehmern die Hoffnung, dass eine diplomatische Lösung trotz der militärischen Eskalation noch möglich sei. Genau diese Ambivalenz – Druck durch Blockade, Offenheit für Verhandlungen – sorgt für Bewegung an den Rohstoffmärkten.

US-Blockade trifft iranische Ölexporte direkt

Präsident Donald Trump hatte am Sonntag angekündigt, die USA würden die Meerenge blockieren – eine deutliche Eskalation nach einem zweiwöchigen Waffenstillstand. Das Zentralkommando der Vereinigten Staaten präzisierte anschließend, dass die Maßnahmen ausschließlich für Schiffe gelten, die iranische Häfen und Küstenzonen anlaufen oder verlassen.

Die Blockade trifft den Iran an einer empfindlichen Stelle. Laut Vivek Dhar von der Commonwealth Bank of Australia lagen die iranischen Ölexporte durch die Straße von Hormus im vergangenen Monat bei rund 1,7 Millionen Barrel pro Tag. Die Blockade „gefährdet direkt" diese Exporte, so Dhar. Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Energieversorgungsrouten der Welt – ein Großteil des Öls aus dem Persischen Golf wird durch diese enge Meerenge transportiert.

Für deutsche Anleger und Energieverbraucher ist die Entwicklung von besonderer Bedeutung: Störungen im Persischen Golf wirken sich erfahrungsgemäß rasch auf die globalen Energiepreise und damit auf Benzin- und Heizölkosten in Europa aus. Die Märkte beobachten die Lage daher mit großer Aufmerksamkeit – jede neue Meldung aus Washington oder Teheran kann die Preise kurzfristig bewegen.

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