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Mike Teke fordert Afrikas geeinte Stimme für Energiezukunft

Bergbauführer Mike Teke drängt auf stärkere regionale Zusammenarbeit Afrikas bei Energie, Technologie und Investitionen.

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Mike Teke fordert Afrikas geeinte Stimme für Energiezukunft

JOHANNESBURG – Afrika kann sich keine zersplitterten Stimmen mehr leisten. Mit dieser klaren Botschaft wandte sich Mike Teke, eine führende Persönlichkeit des südafrikanischen Bergbau- und Energiesektors, an die Bergbaukammer von Simbabwe (Zimbabwe Chamber of Mines). In seiner Rede betonte er die dringende Notwendigkeit einer stärkeren regionalen Zusammenarbeit auf dem gesamten Kontinent.

Teke, der als Vorsitzender der FutureCoal-Abteilung für Afrika agiert, lud Regierungen, die Industrie und Investoren aus ganz Afrika ein, sich aktiv an der afrikanischen Sektion zu beteiligen. Ziel ist es, gemeinsam eine ausgewogene, sichere und investitionsbereite Energiezukunft mitzugestalten. Die Gründungsunterstützung für die Sektion kam von Branchenführern aus Südafrika, Botswana, Mosambik und Simbabwe.

Das Mandat der afrikanischen FutureCoal-Sektion erstreckt sich auf Länder des gesamten Kontinents. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einem koordinierten Engagement in den Bereichen Technologie, Investitionen, Energiesicherheit und industrielles Wachstum.

Energiesicherheit als oberste Priorität

Teke nutzte die jüngsten Ereignisse rund um die Straße von Hormus als Anschauungsbeispiel für die Verwundbarkeit globaler Energiemärkte. Obwohl die Wiedereröffnung der Meerenge eine willkommene Nachricht gewesen sei, hätten die Ereignisse gezeigt, wie schnell internationale Energieversorgungsketten ins Wanken geraten können.

„Die Lehre für die Regierungen betrifft nicht nur einen einzelnen Schifffahrtsweg; es geht darum sicherzustellen, dass Länder Zugang zu zuverlässigen heimischen Energieressourcen, widerstandsfähigen Lieferketten und sicheren Industriekapazitäten haben. Energiesicherheit und Bezahlbarkeit müssen an erster Stelle stehen, denn ohne sie kann es keinen stabilen oder nachhaltigen Übergang geben", erklärte Teke.

Hwange als Praxisbeispiel für nachhaltiges Kohlemanagement

Als konkretes Beispiel für gelebtes nachhaltiges Kohlemanagement verwies Teke auf das simbabwische Kraftwerk Hwange. Dort kommen in den Blöcken 7 und 8 hocheffiziente, emissionsarme Technologien zum Einsatz. Ergänzt wird dies durch Sanierungsarbeiten an den Blöcken 1 bis 6 sowie Simbabwes umfassendere Erforschung von Kohlevergasung und sogenannten Coal-to-X-Verfahren – Technologien, bei denen Kohle als Ausgangsstoff für verschiedene Industrie- und Energieprodukte genutzt wird.

Der Ausbau des Hwange-Kraftwerks wird dabei durch den FutureCoal-Rahmenplan für nachhaltiges Kohlemanagement gestützt. Dieser Plan bietet einen praktischen Fahrplan für verantwortungsvolle Kohleförderung, Emissionsminderung, Technologieeinsatz und industrielle Entwicklung.

„Die Frage ist nicht, ob Kohle existiert, sondern wie sie gefördert und genutzt wird und wie ihre negativen Auswirkungen gemildert werden. Nachhaltiges Kohlemanagement bietet einen praktischen Weg für eine verantwortungsvolle Entwicklung. Afrika verfügt über die Ressourcen, die Fähigkeiten und die Menschen – wir müssen jetzt koordiniert und selbstbewusst handeln", forderte Teke.

Teke: Unternehmer mit Weitblick

Mike Teke ist CEO und Mitbegründer von Seriti Resources Holdings, einem der bedeutenden Bergbauunternehmen Südafrikas. Gleichzeitig ist er Vorsitzender des Unternehmens für erneuerbare Energien Seriti Green – eine Kombination, die seinen ganzheitlichen Ansatz in der Energiepolitik widerspiegelt. Er betonte, dass sich Afrika im sich wandelnden globalen Umfeld strategisch positionieren müsse, anstatt auf externe Impulse zu warten.

Für deutsche Investoren und Unternehmen, die in afrikanische Energie- und Rohstoffmärkte blicken, unterstreicht Tekes Appell die wachsende Bedeutung koordinierter Rahmenbedingungen auf dem Kontinent. Eine geeinte afrikanische Stimme in Energiefragen könnte langfristig die Planungssicherheit für internationale Partner erhöhen und neue Investitionschancen eröffnen.

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