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Irak verlangt deutliche Ausweitung der OPEC+-Fördermenge

Der Irak fordert innerhalb der OPEC+ eine Anhebung seiner Förderbasis auf sechs Millionen Barrel pro Tag, was weit über der aktuellen Obergrenze von 4,431 Millionen Barrel und auch über den IEA-Schätzungen zur tatsächlichen Kapazität liegt. Der Vorstoß dr

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Irak verlangt deutliche Ausweitung der OPEC+-Fördermenge

Der Irak pocht innerhalb des Ölproduzentenbündnisses OPEC+ auf eine massive Erhöhung seiner Fördermenge. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf eingeweihte Kreise meldete, verlangt Bagdad, dass künftige Produktionsvorgaben auf einer Kapazität von sechs Millionen Barrel pro Tag beruhen sollen. Dies käme einem gewaltigen Anstieg gleich – die derzeitige OPEC+-Förderobergrenze für den Irak beträgt für September und Oktober lediglich 4,431 Millionen Barrel pro Tag.

Die Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, da die Ölallianz die Fördermöglichkeiten ihrer Mitgliedsländer einer umfassenden Prüfung unterzieht. OPEC+ hat ein externes Beratungsunternehmen damit beauftragt, die maximal dauerhafte Produktionskapazität der einzelnen Nationen zu ermitteln. Die Resultate dieser Untersuchung sollen bis Ende September vorliegen und von den Energieministern im November verabschiedet werden.

Hintergrund und gegenwärtige Fördermenge

Die tatsächliche Ölförderung des Iraks bleibt weit hinter den selbst gesetzten Vorgaben zurück. Einer Bloomberg-Umfrage zufolge produzierte das Land im August im Schnitt lediglich 2,98 Millionen Barrel pro Tag. Hauptursache hierfür sind die beeinträchtigten Öltransporte durch die Straße von Hormus, die infolge des anhaltenden Konflikts mit dem Iran gestört werden.

Die Internationale Energieagentur (IEA) beziffert die dauerhafte Produktionskapazität des Iraks auf rund 4,9 Millionen Barrel pro Tag. Eine Anerkennung einer Basislinie von sechs Millionen Barrel durch die OPEC+ wäre demnach äußerst fraglich. Eine derart hohe Eigenangabe Bagdads dürfte auf deutlichen Widerstand innerhalb des Bündnisses stoßen.

Frühere Konflikte und mögliche Zuspitzung

Bereits in der Vergangenheit hat der Irak wiederholt Druck auf die OPEC ausgeübt. Zuletzt drohte Bagdad sogar mit einem Austritt aus dem Ölkartell, falls seine Quote nicht angemessen erhöht werde. Die jetzige Forderung könnte die Spannungen innerhalb der Produzentenallianz weiter anheizen.

Für die OPEC+ steht viel auf dem Spiel. Die Gruppe versucht seit Monaten, die Ölmärkte mittels Förderkürzungen zu stabilisieren und die Preise zu untermauern. Ein offener Konflikt mit dem Irak, einem der größten Erzeuger innerhalb des Bündnisses, könnte diese Bemühungen ernsthaft gefährden.

Ausblick und Relevanz für den Ölmarkt

Falls der Irak mit seiner Forderung nach einer Basislinie von sechs Millionen Barrel pro Tag scheitert, ist mit weiteren Spannungen zu rechnen. Die Überprüfung der Förderkapazitäten durch den externen Berater wird daher mit großer Spannung erwartet. Die Ergebnisse im September und die anschließende Entscheidung der Energieminister im November werden richtungsweisend sein.

Für den globalen Ölmarkt ist die Entwicklung von großer Tragweite. Der Irak verfügt über die fünftgrößten Ölreserven der Welt. Jede Veränderung seiner Förderquote wirkt sich unmittelbar auf das weltweite Angebot und damit auf die Rohölpreise aus. Für Anleger in Rohstoffwerte ist die Lage innerhalb der OPEC+ daher von besonderem Interesse, da sie die Energiepreise und in der Folge auch die Inflationsentwicklung in Europa maßgeblich beeinflussen kann.

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