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IEA schlägt Alarm: Raffineriekapazitäten am Limit – Rohstoffmärkte unter Druck

Die IEA warnt vor einem globalen Raffineriesystem am Limit und senkt erneut ihre Angebots- und Nachfrageprognosen. Geopolitische Konflikte treiben die Ölpreise über 100 Dollar – für Rohstoff-Anleger bleibt die Lage angespannt.

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IEA schlägt Alarm: Raffineriekapazitäten am Limit – Rohstoffmärkte unter Druck

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat eine dringliche Warnung an die globalen Ölmärkte gerichtet: Das weltweite Raffineriesystem arbeite "am absoluten Limit". In ihrem jüngsten monatlichen Ölmarktbericht vom vergangenen Freitag nennt die Behörde die militärischen Konflikte im Iran und in der Ukraine als wesentliche Ursachen für diese angespannte Situation. Gleichzeitig senkte die IEA ihre Vorhersagen für das weltweite Angebot sowie die Nachfrage erneut, bedingt durch die anhaltenden Erschütterungen auf den Energiemärkten.

Die IEA kürzte ihre globalen Prognosen für Angebot und Verbrauch für die verbleibenden Monate des Jahres weiter herab. Eine vollständige Rückkehr der Fördermengen aus den Förderländern des Nahen Ostens auf das Vorkrisenniveau könnte sich bis ins kommende Jahr verschieben, solange der Konflikt im Iran anhält. Die weltweite Ölnachfrage werde hingegen voraussichtlich stärker nachgeben als bislang angenommen, da eine festgefahrene diplomatische Lage zwischen Washington und Teheran die Aussicht auf eine Waffenruhe erschwert.

Nachfragerückgang fällt deutlicher aus als prognostiziert

Die IEA rechnet nun damit, dass die Nachfrage im laufenden Jahr um 2,5 Millionen Barrel pro Tag (bpd) zurückgeht. Dies bedeutet eine merkliche Verschärfung gegenüber der August-Schätzung, die noch von einem Minus von 1,6 Millionen bpd ausgegangen war. Der Report erscheint in einer Phase, in der die Rohölnotierungen kräftig angezogen sind, nachdem die USA und der Iran einander mit Attacken auf Tanker in der strategisch bedeutsamen Straße von Hormuz gedroht haben.

Darüber hinaus verschärft sich die Auseinandersetzung zwischen Riad und den vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen. Auch die Meerenge Bab el-Mandeb im Roten Meer ist erneut von Angriffen betroffen. Diese geopolitischen Verwerfungen lassen die Verunsicherung an den internationalen Ölmärkten weiter ansteigen.

Ölpreise trotz leichter Gegenbewegung jenseits der 100-Dollar-Marke

Am Freitagvormittag gaben die Ölpreise zwar etwas nach, dennoch könnten beide wichtigen Benchmark-Sorten erstmals seit Mitte Mai wieder über der Marke von 100 Dollar je Barrel schließen. Die internationalen Referenz-Futures für Brent-Rohöl zur November-Lieferung fielen um rund 3 Prozent auf 104,44 Dollar je Barrel. Die US-Futures für West Texas Intermediate (WTI) zur Oktober-Lieferung notierten zuletzt 2,6 Prozent tiefer bei 99,86 Dollar.

Die jüngsten Geschehnisse verdeutlichen, wie anfällig die globalen Ölmärkte für geopolitische Krisenherde sind. Für Anleger in Rohstoffwerte bedeutet dies ein anhaltend erhöhtes Risiko- und Chancenumfeld bei den Energiepreisen. Die IEA werde die Entwicklung weiterhin aufmerksam verfolgen und in ihren nächsten Berichten aktualisierte Einschätzungen vorlegen.

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