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Goldpreis verteidigt $4.500 – Abwärtsrisiken bleiben erheblich

Nach einem Wochenverlust von 3,7% stabilisiert sich Gold knapp über der Marke von $4.500, doch der Trend zeigt weiter nach unten.

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Goldpreis verteidigt $4.500 – Abwärtsrisiken bleiben erheblich

Der Goldpreis kämpft zu Beginn der neuen Woche um Stabilisierung. Nach dem heftigen Ausverkauf vom Freitag und einem Wochenverlust von 3,7% versuchte das Edelmetall, sich zu erholen – doch die Lage bleibt fragil. Im asiatischen Handel durchbrach Gold kurzzeitig die wichtige Unterstützungsmarke bei $4.500, bevor Käufer auf diesem Niveau eingriffen und die Preise leicht nach oben trieben.

Die Erholung wirkt jedoch wenig überzeugend. Marktbeobachter werten den Rebound eher als Leerverkaufseindeckungen denn als echte Überzeugungskäufe. Das Edelmetall notiert weiterhin unter mehreren durchbrochenen Unterstützungsniveaus, die sich nun in potenzielle Widerstandszonen verwandelt haben.

Renditen und Geopolitik bestimmen das Bild

Der Goldmarkt befindet sich aktuell im Spannungsfeld zweier konkurrierender Narrative. Auf der einen Seite drücken steigende Anleiherenditen auf den Preis des zinslosen Edelmetalls – ein klassisches Muster, das Investoren gut kennen. Auf der anderen Seite sorgen anhaltende geopolitische Spannungen im Nahen Osten dafür, dass die Nachfrage nach sicheren Häfen nicht vollständig einbricht.

Derzeit scheint das Rendite-Narrativ die Oberhand zu behalten. Der sprunghafte Anstieg der globalen Anleiherenditen in der vergangenen Woche löste Liquidationen an den Metallmärkten aus, nachdem Anleger ihre Erwartungen an kurzfristige Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve vollständig aufgegeben hatten. Hartnäckige US-Inflationsdaten und steigende Ölpreise – Brent-Rohöl notierte zuletzt bei rund $110 pro Barrel – verstärken die Sorgen, dass die Zinsen länger auf erhöhtem Niveau verbleiben könnten.

Auf geopolitischer Ebene warnte US-Präsident Donald Trump, dass für den Iran „die Uhr tickt", nannte jedoch keine konkrete Frist. Gleichzeitig berichteten Medien, dass Pakistan am Sonntagabend einen überarbeiteten iranischen Vorschlag zur Beilegung des Konflikts mit den USA übermittelt habe. Die Märkte zeigen sich vorsichtig hoffnungsvoll hinsichtlich diplomatischer Fortschritte, doch Händler zögern, Eskalationsrisiken vollständig aus den Preisen herauszunehmen.

Technisches Bild bleibt belastet

Aus charttechnischer Sicht ist die Lage für Gold-Bullen schwierig. Zwar ist die Verteidigung der $4.500-Marke kurzfristig ein positives Zeichen, doch der Markt muss mehrere Widerstandsniveaus zurückerobern, um wieder Aufwärtsmomentum zu entwickeln. Die wichtigsten Hürden liegen bei $4.586, $4.638 und schließlich $4.660 – letzteres gilt als entscheidender Widerstand. Solange dieser nicht zurückerobert wird, dürften kurzfristige Rallys weiterhin Verkäufer anlocken.

Auf der Unterseite bietet sich unterhalb von $4.500 bis zum Bereich um $4.400 kaum nennenswerte Unterstützung. Ein Durchbruch unter diese Zone würde den gleitenden 200-Tage-Durchschnitt bei rund $4.342 ins Visier nehmen. Als nächstes größeres Abwärtsziel gelten die Märztiefs knapp unter $4.100.

Dritter monatlicher Rückgang in Folge droht

Der übergeordnete Trend bei Gold dreht sich zunehmend ins Bärische. Auf den brutalen Rückgang von 11,5% im März folgte ein weiteres Minus von 1% im April. Sollte sich die Marktstimmung nicht deutlich verbessern, steuert Gold im Mai auf den dritten monatlichen Rückgang in Folge zu – ein klares Signal dafür, dass der Markt Schwierigkeiten hat, wieder Aufwärtsmomentum aufzubauen.

Zum jetzigen Zeitpunkt erscheint Gold noch nicht überverkauft genug, um zuversichtlich nach einem tragfähigen Boden zu suchen. Entscheidend wird sein, ob die Anleiherenditen weiter steigen und ob geopolitische Entwicklungen eine erneute Flucht in sichere Häfen auslösen. Bis dahin weist der Weg des geringsten Widerstands weiterhin nach unten.

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