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Goldpreis steigt leicht – Iran-Blockade und US-Inflation bremsen

Gold legt zu, bleibt aber in enger Handelsspanne. Märkte warten auf US-Erzeugerpreisdaten und Entwicklungen im Iran-Konflikt.

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Goldpreis steigt leicht – Iran-Blockade und US-Inflation bremsen

Die Goldpreise haben am Dienstag leicht zugelegt, bewegten sich jedoch weiterhin innerhalb einer engen Handelsspanne. Der Gold-Spotpreis stieg um 0,5 Prozent auf 4.762,42 US-Dollar pro Unze, während Gold-Futures um 0,4 Prozent auf 4.784,05 US-Dollar pro Unze anzogen. Damit verbleibt das Edelmetall deutlich in der Bandbreite der vergangenen Woche, die sich zwischen rund 4.900 und 4.700 US-Dollar pro Unze erstreckte.

Auch andere Edelmetalle tendierten fester: Silber verteuerte sich um 1,4 Prozent auf 76,6375 US-Dollar pro Unze, Platin legte um 0,6 Prozent auf 2.087,69 US-Dollar pro Unze zu. Rückenwind erhielten die Metalle vor allem durch einen schwächeren US-Dollar, der nachgab, weil die Märkte auf eine mögliche Deeskalation im Iran-Konflikt hofften.

Iran-Krieg und Seeblockade im Fokus

Die USA haben eine Seeblockade gegen den Iran verhängt, was die globalen Energiemärkte massiv belastet. Teheran blockiert die Straße von Hormus – einen der wichtigsten Wasserwege für den globalen Öltransport –, was die Öl- und Gaspreise erheblich in die Höhe getrieben hat. Der Anstieg der Energiepreise schürt die Sorge, dass eine energiegetriebene Inflation die US-Notenbank Federal Reserve und andere große Zentralbanken zu einem restriktiveren geldpolitischen Kurs zwingen könnte.

Trotz der angespannten Lage mehren sich Signale für eine mögliche diplomatische Lösung. Laut Bloomberg diskutieren US-amerikanische und iranische Regierungsvertreter über eine zweite Verhandlungsrunde, bevor der laufende zweiwöchige Waffenstillstand in der nächsten Woche ausläuft. Gespräche am Wochenende in Pakistan hatten kaum greifbare Ergebnisse geliefert. US-Vizepräsident JD Vance, der die Verhandlungen in Pakistan leitete, zeigte sich dennoch optimistisch und betonte, es liege am Iran zu entscheiden, ob eine Einigung möglich sei.

Die Aussicht auf ein mögliches Waffenstillstandsabkommen beflügelte den Risikoappetit der Anleger. Risikoorientierte Vermögenswerte – insbesondere Aktien – verzeichneten am Montag und Dienstag kräftige Gewinne. Der US-Dollar gab in diesem Umfeld nach, was Edelmetallen wie Gold und Silber zusätzlichen Auftrieb verlieh.

US-Erzeugerpreise als nächster Kurstreiber

Ein weiterer wichtiger Faktor für den Goldmarkt sind die am Dienstag erwarteten Daten zum US-Erzeugerpreisindex. Die Veröffentlichung wird von Marktteilnehmern genau auf Anzeichen eines energiebedingten Inflationsschubs im März beobachtet. Bereits in der Vorwoche hatten die US-Verbraucherpreisdaten einen starken Anstieg des Preisdrucks gezeigt und damit die Nervosität an den Märkten erhöht.

Die Sorgen über die inflationären Folgen des Iran-Krieges überschatten derzeit die klassische Funktion von Gold als sicherer Hafen. Obwohl geopolitische Krisen typischerweise die Nachfrage nach dem Edelmetall ankurbeln, drückt die Erwartung einer strafferen Geldpolitik den Goldpreis. Diese Dynamik hat Gold bereits deutlich von seinen Rekordhochs entfernt, die Ende Januar erreicht worden waren. Anleger beobachten die weiteren Entwicklungen im Iran-Konflikt sowie die US-Inflationsdaten daher mit besonderer Aufmerksamkeit.

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