Fortuna Mining meldet 69.665 GEO im dritten Quartal – Ausbauprojekte planmäßig
Fortuna Mining bestätigt trotz Produktionsrückgangs in Séguéla die Jahresguidance von 281.000 bis 305.000 GEO. Die genehmigte Anlagenerweiterung und der Erwerb des Bambadji-Projekts in Senegal unterstreichen das Wachstumspotenzial für Rohstoff-Anleger.

Fortuna Mining Corp. (NYSE: FSM | TSX: FVI) hat am 7. Oktober 2026 seine Produktionszahlen für das dritte Quartal sowie die ersten neun Monate des Jahres 2026 vorgelegt. Das Unternehmen förderte im Berichtszeitraum insgesamt 69.665 Goldäquivalent-Unzen (GEO) aus seinen drei aktiven Minen in Westafrika und Südamerika. Damit bleibt die Fördermenge hinter den 72.217 GEO aus dem zweiten Quartal 2026 und den 72.462 GEO aus dem dritten Quartal 2025 zurück.
Aufsummiert ergeben sich für die ersten neun Monate des laufenden Jahres 214.754 GEO. Das Management bestätigt, weiterhin die Jahresprognose von 281.000 bis 305.000 GEO erreichen zu wollen. Parallel dazu hat der Verwaltungsrat eine deutliche Kapazitätserweiterung der Verarbeitungsanlage in Séguéla genehmigt, und Fortuna sicherte sich ein angrenzendes Goldexplorationsgebiet im Senegal.
Die Einzelheiten
Die Mine Séguéla an der Elfenbeinküste kämpfte im dritten Quartal mit widrigen Umständen. Gefördert wurden 340.714 Tonnen Erz mit einem Durchschnittsgehalt von 2,69 g/t Au aus den Gruben Antenna, Ancien, Sunbird und Koula – spürbar weniger als die 433.231 Tonnen mit 3,06 g/t Au im Vorquartal. Als Gründe nannte das Unternehmen eine eingeschränkte Maschinenverfügbarkeit eines Dienstleisters sowie eine kurzzeitige Stilllegung des gesamten Standorts nach einer Blockade durch Kleinbergleute aus der Region. Nach dem Einschreiten staatlicher Sicherheitskräfte wurde die Blockade beendet und der Regelbetrieb wieder aufgenommen.
Die Aufbereitungsanlage verarbeitete im dritten Quartal 402.440 Tonnen mit einem durchschnittlichen Kopfgehalt von 2,67 g/t Au und einer Ausbeute von 90,75 Prozent. Daraus resultierten 33.744 Unzen Gold – nach 41.683 Unzen im zweiten Quartal. Die nachlassende Ausbeuterate führte das Management auf die spezifischen metallurgischen Eigenschaften des Erzes aus Koula zurück. In den ersten neun Monaten des Jahres 2026 erzielte Séguéla insgesamt 117.443 Unzen Gold.
Der Verwaltungsrat stellte im dritten Quartal 109 Millionen US-Dollar für eine 30-prozentige Erweiterung der Aufbereitungsanlage in Séguéla bereit. Ziel ist es, den jährlichen Durchsatz auf 2,3 Millionen Tonnen anzuheben, die Goldausbeuten auf das ursprüngliche Niveau von 94 Prozent zurückzuführen und ab der zweiten Jahreshälfte 2028 eine Jahresproduktion von über 200.000 Unzen Gold zu ermöglichen. Die Detailplanung erfolgt gemeinsam mit dem EPCM-Partner Lycopodium. Das Projektteam ist zu 75 Prozent besetzt, und die Bestellungen für zentrale Ausrüstungs- und Infrastrukturkomponenten sind vergeben.
Beim Untertageprojekt Sunbird wurde die Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung (ESIA) genehmigt; die endgültige Freigabe wird im vierten Quartal 2026 erwartet. Die Großgeräte für den Bergbau sind bereits bestellt, der Vortrieb des Portals soll im zweiten Quartal 2027 beginnen. Die Auslegung der Untertagemine sieht eine stabile Kapazität von rund 1 Million Tonnen pro Jahr vor – das entspricht 40 Prozent des Durchsatzes der erweiterten Anlage.
In Argentinien legte die Mine Lindero im dritten Quartal 2026 auf 26.024 Unzen Gold zu – ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Verarbeitet wurden 2,3 Millionen Tonnen Erz mit einem Abbaufaktor von 0,85:1; auf die Laugungsfläche gelangten 1,9 Millionen Tonnen bei durchschnittlich 0,63 g/t. Die aufgebrachten Goldunzen stiegen gegenüber dem zweiten Quartal um 18 Prozent. Über neun Monate summiert sich die Produktion von Lindero auf 68.398 Unzen Gold.
Die peruanische Mine Caylloma förderte im dritten Quartal 139.868 Tonnen Erz und verarbeitete 140.832 Tonnen. Die Silberproduktion kletterte dank eines höheren Kopfgehalts von 66 g/t und verbesserter Ausbeute um 7 Prozent auf 247.367 Unzen. Bei Zink und Blei standen 11,4 Millionen beziehungsweise 8,4 Millionen Pfund zu Buche.
Im Explorationsbereich erwarb Fortuna im dritten Quartal das 190 Quadratkilometer große Projekt Bambadji, das direkt an das Goldprojekt Diamba Sud in Senegal grenzt. Damit sichert sich das Unternehmen rund 60 Kilometer potenzieller Streichenlänge entlang der erzhöffigen Senegal-Mali-Scherzone. Die Exploration läuft bereits mit sechs Bohranlagen. Diamba Sud steht kurz vor der finalen Investitionsentscheidung im vierten Quartal 2026, parallel laufen die letzten Verhandlungen über ein Steuersicherungsabkommen mit der Regierung Senegals.
Rückblick: Die bisherige Entwicklung
Bereits am 11. Juli 2026 berichtete aktien.news über die geplanten Investitionen von 71 Millionen US-Dollar in Lateinamerika für das laufende Jahr. Davon waren 41 Millionen US-Dollar für die Goldmine Lindero in der Provinz Salta vorgesehen, um den Standort als regionales Kernstück auszubauen. Die nun gemeldete Produktionssteigerung von 25 Prozent bei Lindero im dritten Quartal spricht dafür, dass diese Mittel Wirkung entfalten.
Bedeutung für Anleger
Für deutsche Privatanleger ist die Bestätigung der Jahresguidance von 281.000 bis 305.000 GEO ein ermutigendes Signal. Trotz der Störungen in Séguéla – der ergiebigsten Mine des Portfolios – bleibt das Unternehmen bei seinen Vorgaben. Die genehmigte Erweiterung in Séguéla mit einem Budget von 109 Millionen US-Dollar und dem Ziel von über 200.000 Unzen Gold jährlich ab der zweiten Jahreshälfte 2028 ist ein konkretes Wachstumsvorhaben. Zudem zeigt der Erwerb des Bambadji-Projekts in Senegal, dass Fortuna sein Explorationsportfolio aktiv ausbaut. Die Verletzungsrate TRIFR lag im dritten Quartal bei 1,20 pro Million Arbeitsstunden – leicht unter dem Vorquartalswert von 1,21 und damit auf stabilem Sicherheitsniveau.
Ausblick
Fortuna rechnet damit, dass die Goldprodu
