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Chevron stockt Venezuela-Engagement mit Milliardenpaket für Ölförderung auf

Chevron investiert über fünf Jahre mehr als sieben Milliarden US-Dollar in Venezuela und will die Ölförderung von 280.000 auf rund 600.000 Barrel pro Tag verdoppeln. Der Konzern agiert damit als einziger großer US-Ölproduzent direkt vor Ort.

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Chevron stockt Venezuela-Engagement mit Milliardenpaket für Ölförderung auf

Chevron hat ein umfangreiches Investitionspaket für Venezuela angekündigt. Der amerikanische Mineralölkonzern beabsichtigt, die Fördermengen innerhalb der nächsten Jahre auf mehr als das Doppelte auszubauen.

Wie der Energiekonzern am Mittwoch bekannt gab, einigte man sich mit der Regierung in Caracas auf überarbeitete Konditionen für die laufenden Gemeinschaftsunternehmen mit dem staatlichen Förderunternehmen Petróleos de Venezuela SA (PDVSA). Über einen Fünfjahreszeitraum fließen mehr als sieben Milliarden US-Dollar in das Projekt. Angestrebt wird eine Ausweitung der derzeitigen Tagesproduktion von rund 280.000 Barrel auf etwa 600.000 Barrel – mithin eine Verdopplung der Fördermenge.

Darüber hinaus sieht die Übereinkunft weitere Förderlizenzen im Orinoco-Gürtel vor. Diese im Osten Venezuelas gelegene Region verfügt über die größten Schwerölreserven weltweit. Chevron unterstrich, dass die Gesamtkosten je Barrel unter 20 US-Dollar gehalten werden sollen. Die drei bestehenden Joint Ventures konnten ihre Produktion im laufenden Jahr bereits um 15 Prozent ausweiten.

Hintergrund: Chevron als Vorreiter unter den US-Konzernen

Chevron ist seit über einem Jahrhundert ohne Unterbrechung in Venezuela aktiv. Damit nimmt der Konzern eine Sonderstellung gegenüber anderen amerikanischen Ölriesen ein. ExxonMobil und ConocoPhillips hatten das Land 2007 nach der Enteignung ihrer Anlagen unter Staatschef Hugo Chávez verlassen und sind seither nicht zurückgekehrt.

Die Investitionsvorhaben fallen in eine Periode tiefgreifender politischer Umwälzungen in Venezuela. Nachdem US-Streitkräfte im Januar den früheren Präsidenten Nicolás Maduro abgesetzt und festgenommen hatten, hat die Administration von Präsident Donald Trump ein Wiederaufbauprogramm im Umfang von 100 Milliarden US-Dollar für den venezolanischen Energiesektor auf den Weg gebracht. In diesem Zusammenhang hat Washington die Verfügungsgewalt über 65 Milliarden Barrel Ölreserven übernommen – rund 20 Prozent der geschätzten Gesamtvorkommen des Landes.

Mit der Erschließung dieser Felder wurde das Privatunternehmen North American Blue Energy Partners (NABEP) betraut, das dem US-Verteidigungsministerium eine Beteiligung von 35 Prozent am Kapital eingeräumt hat. Die USA kooperieren hierbei eng mit der Interimspräsidentin Delcy Rodríguez.

Chevrons eigenständige Rolle

Chevron agiert in diesem Umfeld als einziger großer US-Ölkonzern, der unmittelbar über Gemeinschaftsunternehmen in die Förderinfrastruktur investiert. Ziel ist die Beseitigung des Sanierungsstaus, der durch jahrelange Misswirtschaft entstanden ist. Die Gespräche über die neuen Konditionen seien laut Unternehmensangaben unabhängig von den jüngsten geopolitischen Übereinkünften der US-Regierung geführt worden.

An der Börse reagierte die Chevron-Aktie am Mittwoch mit einem moderaten Plus von unter einem Prozent auf die Bekanntgabe. Für Rohstoff-Anleger bleibt abzuwarten, ob das ehrgeizige Förderziel von 600.000 Barrel pro Tag unter den beschriebenen politischen Rahmenbedingungen tatsächlich erreichbar ist.

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